San Siro
Die Gemeinde San Siro erstreckt sich am Westufer des
Comer Sees auf der Südflanke des Monte Bregagno. Eine üppige und grüne Vegetation bedeckt weite Teile des Gebietes und beherbergt verschiedenste Tiere und Pflanzen. Jedes Dorfteil hat seine malerischen Winkel, Brunnen, Kapellen, Brücken, Arkaden, Reste kleiner Klöster, Burgen, schöne Aussichtspunkte und alle Siedlungen sind durch gepflasterte Wanderwege verbunden.
Die Pfarrkirche von Santa Maria Assunta ist die am Ufer gelegene monumentale Pfarrkirche, erbaut im 15 Jh. auf dem Fundament einer älteren Kirche, welche ebenfalls der Madonna gewidmet war, ursprünglich jedoch ein heidnischer Tempel gewesen sein soll. Die Pfarrkirche wurde zwischen 1464 und 1474 für die Dominikaner erbaut und der Jungfrau Maria gewidmet. Die heutige Kirche, am Ufer im Dorfteil Santa Maria gelegen, wurde auf Resten einer der Madonna gewidmeten Kirche erbaut, welche, nach einigen Quellen, ursprünglich ein heidnischer Tempel war. Ein romanischer Rest findet sich im Kirchturm. Von der Aussenfassade ist vor allem das Kirchenportal aus Marmor interessant mit eingravierten Symbolen der Passion. Links davon ein Hochrelief aus weissem Marmor aus Musso, welches die Jungfrau mit Kind darstellt. In Inneren wurde die 1. Kapelle
rechts mit der barmherzigen Jungfrau von Sigismondo de Magistris 1541 dekoriert. Die Dekoration des Triumphbogens mit Maria Himmelfahrt wurde von der Schule dieses Meisters ausgeführt. Die Fresken der 2. und 4. Kapelle rechts mit dominikanischen Heiligen stammen aus dem Jahr 1579. Das Gemälde mit Christi Himmelfahrt zwischen den Heiligen Sebastiano und Rocco wird Agostino Calvi zugeschrieben. Auf das Jahr 1580 geht die Ausmalung der 1. Kapelle links zurück, ausgeführt durch die Schule von Aurelio Luini. Dargestellt ist die Kreuzigung. Das Gemälde des Hauptaltars
stammt von Giovanni Pietro Gnocchi 1578. Das Gewölbe und die
Seiten des Presbyteriums, Geschichten der heiligen Jungfrau wiedergebend, wurden von Michelangelo Carminati um 1595 gemalt, ebenso die Dekoration der 5. Kapelle rechts: Moses lässt Wasser aus dem Fels quellen. Die Altarverkleidungen der Kapellen aus Alabasterglas gehen ebenfalls auf das Ende des 16. Jh. zurück. Das Taufbecken aus dem Jahre 1511 besteht aus weissem Marmor aus Musso. Die Basreliefs stellen den Kampf zwischen Leben und Tod dar. Links des Presbyteriums ist ein marmornes Tabernakel eingelassen.

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